Kündigung

Kündigung

Das Wichtigste im Überblick

In unserer Beratung von Arbeitnehmern ist die (drohende) Kündigung inzwischen leider das zentrale Thema. Lesen Sie unsere Liste FAQ's - oder schildern Sie uns unverbindlich Ihren Fall.

Muss die Kündigung begründet werden?

Muss die Kündigung begründet werden?

Es kommt darauf an: Bei den Kündigungsgründen kann man unterscheiden zwischen betriebs-, personen- und verhaltensbedingten Gründen. Für viele Arbeitnehmer ofmals überraschend: ein Kündigungsgrund ist bei der ordentlichen Kündigung durch den Arbeitgeber grundsätzlich nur dann erforderlich, wenn das KSchG (Kündigungsschutzgesetz) anzuwenden ist. 

Was ist die Grundkündigungsfrist?

Was ist die Grundkündigungsfrist?

Die Grundkündigungsfrist besagt, dass ein Arbeitsverhältnis grundsätzlich mit einer Frist von vier Wochen (28 Tage) zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden kann (sog. Grundkündigungsfrist, § 622 Abs. 1 BGB).

Allerdings verlängert sich diese Grundkündigungsfrist für den Arbeitgeber mit der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses (§ 622 Abs. 2 BGB); bei den verlängerten Kündigungsfristen ist die Kündigung dann nur zum Ende eines Kalendermonats möglich.

In der Übersicht stellt sich dies wie folgt dar:

Was lang ist die Grundkündigungsfrist?

Was lang ist die Grundkündigungsfrist?

Dauer des Arbeitsverhältnisses Kündigungsfrist
2 Jahre 1 Monat
5 Jahre 2 Monate
8 Jahre 3 Monate
10 Jahre 4 Monate
12 Jahre 5 Monate
15 Jahre 6 Monate
20 Jahre 7 Monate
Was ist eine außerordentliche Kündigung?

Was ist eine außerordentliche Kündigung?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der ordentlichen Kündigung, bei der regelmäßig eine bestimmte Kündigungsfrist einzuhalten ist, und der außerordentlichen Kündigung.Durch die außerordentliche Kündigung wird das Arbeitsverhältnisses typischerweise sofort beendet. Die fristlose Kündigung setzt voraus, dass Ihrem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu einem anderen Beendigungszeitpunkt unzumutbar ist (§ 626 BGB). Das ist nur dann der Fall, wenn für den Arbeitgeber ein wichtiger Grund für die Kündigung vorliegt.

Welche Kündigungsfrist gilt?

Welche Kündigungsfrist gilt?

Die Kündigungsfrist kann ganz unterschiedlich sein. Oft steht sie im Arbeitsvertrag. Dann ergibt sie sich also aus einer individuellen Vereinbarungen der Parteien des Arbeitsverhältnisses. Eine Kündigungsfrist kann sich beispielsweise aber auch aus einem Tarifvertrag ergeben. Auch ist es möglich, dass spezielle gesetzliche Vorschriften eine Kündigungsfrist vorschreiben, z.B. für bestimmte Arten von Arbeitnehmern (z.B. Heimarbeiter, § 29 HAG), oder allgemein für die fristlose Kündigung aus § 622 Abs. 2 BGB. Auch gelten spezielle Fristen für bestimmte Arten von Arbeitsverhältnissen. Beispielsweise können bei einem Arbeitsverhältnis auf Probe beide Seiten das Arbeitsverhältnis grundsätzlich mit einer Frist von lediglich zwei Wochen kündigen.

Viele Arbeitgeber kündigen falsch!

Viele Arbeitgeber kündigen falsch!

Viele Arbeitgeber kündigen falsch! Während der Arbeitnehmer bei der ordentlichen Kündigung regelmäßig nur die Kündigungsfrist und die Schriftform beachten muss, gilt es für den Arbeitgeber häufig, zusätzliche Kriterien zu beachten, damit die Kündigung wirksam ist. Beispielsweise müssen u. U. Mitwirkungsrechte des Betriebsrates gewahrt werden, oder es ist die Zustimmung von Behörden, oder das Vorliegen eines Kündigungsgrundes erforderlich.

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